Verkehrsunfall
20.03.2019 um 15:02 Uhr
Diepoldsreuth Abzw.
#25/2019
weiterlesen
Brandeinsatz
17.03.2019 um 12:55 Uhr
Germany
#24/2019
weiterlesen
Technische Hilfeleistung
15.03.2019 um 09:08 Uhr
Germany
#23/2019
weiterlesen

nächsten Termine

Seilwinde / Löscheinsatz
25 Mär 2019;
19:00 - 20:30
Gruppenführersitzung
02 Apr 2019;
19:00 - 20:30
Personensuche
13 Apr 2019;
14:00 - 15:30

Ehrenschirmherr #2: Landrat Andreas Meier

Beim Ehrenschirmherrbitten der Neustädter Feuerwehr kommt Landrat Andreas Meier richtig ins Schwärmen: „Sonntagvormittag, weiß-blauer Himmel, ein kühles Bier, Feuerwehrfest – da geht dir das Herz auf.“

Zunächst schwärmt er weiter: “Das ist alles einfach nicht aufgesetzt, das ist nicht künstlich. Das ist gelebte Tradition.“ Dass die Führungsriege der Neustädter Wehr nicht mit leeren Händen zum Landrat gekommen sei, sei ebenfalls Tradition, warf der Feuerwehrreferent der Stadt, Franz Witt, ein. Mit einer Kiste Bier und dem symbolischen Regenschirm baten die Floriansjünger um die Patenschaft für das Fest. Vorgetragen in Reimform, wie schon beim Neustädter Bürgermeister Rupert Troppmann.

 

Vorsitzender Helmut Staratschek trägt Landrat Andreas Meier die Ehrenschirmherrbite vor - natürlich in Reimform.

Helmut Staratscheck trägt Landrat Meier die Patenbitte vor.

Eine Aufforderung, der Andreas Meier gerne nachkam. Er sei selbst Feuerwehrmann in Windischeschenbach. Dafür habe er extra seinen LKW-Führerschein gemacht und diesen vor kurzem sogar verlängert: „Ich will wieder anpacken, ich will da wirklich wieder anpacken. Ich merk‘ einfach, dass mir da was fehlt.“

 

Die Abordnung der Neustädter Wehr wartet auf den Landrat.

Einen weiteren Vorteil der Ehrenschirmherrschaft sieht Andreas Meier aber noch woanders: „Wenn dann ab und an a Dragl rausspringt, na machtma des scho gern“, grinste der Landrat mit Verweis auf das Geschenk der Neustädter. Ein kleines Problem habe er jetzt aber. „Eigentlich wollte ich in der Fastenzeit kein Bier trinken. Wie ich mich im Bierhimmel bis Ostern verabschiedet habe, bekamen die schon fast feuchte Augen. Gottseidank ist das aber sonntags ja erlaubt – nicht dass das Bier schlecht wird“, meinte  der Landrat mit einem Augenzwinkern.

 

Helmut Staratscheck trägt Landrat Meier die Ehrenschirmherrbitte vor.

Patenschaft erneuert

"Wie war's?" - "SUPER!" Das war die knappe Unterhaltung an einem Neustädter Mittagstisch, einen Tag nach dem Patenbitten der Windischeschenbacher. So ähnlich könnte es sich bereits vor 150 Jahren abgespielt haben, nur dass beim eigentlichen Bitten mit Sicherheit keine Drehleiter vor dem neuen Schloss gestanden hat.

Mit Blasmusik sind die Windischeschenbacher auf den Stadtplatz einmarschiert. Dort wurden sie bereits von der Neustädter Feuerwehr erwartet. Auf einem Holzscheit kniend baten Kommandant André Stessmann und Vorsitzender Christian Münchmeier um eine Erneuerung der Patenschaft. Ein Faß Zoigl sollte die Neustädter dabei gnädig stimmen. Das ist offenbar gelungen: Im Anschluss ging es per Fackelzug in das Neustädter Gerätehaus wo die Erneuerung der Patenschaft noch ordentlich gefeiert wurde.

Patenbitten der Freiwilligen Feuerwehr Windischeschenbach

Auch das Onetz berichtet über das Patenbitten.

Fackelzug, Uniform und Marsch – Feuerwehren aus Neustadt und Windischeschenbach erneuern Patenschaft

Die Wehren aus Neustadt und Windischeschenbach sind zwei der größten Wehren im sogenannten Bereich Landkreis-Mitte. Das Kuriose: Sie wurden fast zeitgleich gegründet.

Wir schreiben das Jahr 1869: in Neustadt gründet sich die Freiwillige Feuerwehr. Ein Ereignis mit Strahlkraft. Auch die Einwohner von Windischeschenbach, knapp zehn Kilometer entfernt, sehen die Notwendigkeit einer professionellen Brandbekämpfung und rufen noch im selben Jahr ebenfalls eine Feuerwehr ins Leben. Die gerade frisch gegründete Neustädter Wehr, darf die Patenschaft übernehmen. Aus diesem Grund kommen heuer, genau 150 Jahre nach diesem Ereignis, die Windischeschenbacher Floriansjünger wieder in die Kreisstadt.

Mit einer großen und öffentlichen Zeremonie vorm Landratsamt – die Bevölkerung ist dazu eingeladen - erneuern die Feuerwehren gemeinsam die Patenschaft. Um kurz nach 18:00 Uhr marschieren die Feuerwehrleute dazu auf den Vorplatz des Landratsamtes. Die Neustädter erwartet sie da bereits. Üblich ist es dabei, dass die Patenkinder in Fass Bier im Gepäck haben um die Paten gnädig zu stimmen. Sollte den Windischeschenbachern das gelingen, marschieren die beiden Feuerwehren gemeinsam mit einem Fackelzug zum Neustädter Feuerwehrhaus. Dort wird die Erneuerung der 150-jährigen Patenschaft dann gebührend gefeiert.

Das 150-Jährige begehen die beiden Wehren heuer ebenfalls groß: Die Neustädter vom 14. bis 16. Juni, die Windischeschenbacher mit vielen einzelnen Feiern und Festen, verteilt über das gesamte Jahr. Das größte Event dieser Veranstaltungsreihe ist das Open Air “Bohrturm goes Rock“ am 22.06. direkt am Fuße des KTB.

Dienstversammlung mit Beförderung

Böse Zungen sagen, Feuerwehren träfen sich meistens zum Feiern. Dass es aber immer vor dem Feiern um die Sicherheit geht, das hat die freiwillige Feuerwehr Neustadt jetzt bewiesen: Vor ihrem großen Fest im Juni haben sie sich jetzt noch einmal getroffen in einer ordentlichen Dienstversammlung. Das bedeutet, alle Feuerwehrleute müssen in Uniform erscheinen. Und das nur um extra einen Alarmplan festzulegen.

„Wir sind einfach nicht in der Lage, dass wir unsere Feuerwehr drei Tage abmelden, nur weil wir ein Fest feiern“, erklärt Michael Spranger, der Kommandant der Neustädter Wehr. „Wir haben zu viele Sondergeräte, Schere, Spreizer, Drehleiter. Obendrauf sind wir die einzige Feuerwehr im Landkreis mit einem Strahlenschutzsonderausrüstung.“ Diese Geräte würden unter Umständen gebraucht führt der Kommandant weiter aus. Deswegen gibt es jetzt für den Zeitraum des Festes vom 14. bis zum 16. Juni Alarmpläne.

Die beförderten Frauen und Männer der Freiwilligen Feuerwehr Neustadt an der Waldnaab

Rund um die Uhr stehen immer 13 Neustädter Feuerwehrleute bereit. Um schnellstmöglich Hilfe leisten zu können rücken die Fahrzeuge direkt vom Festgelände bei der Stadthalle ab.  „Wir haben uns da einen Platz eingerichtet, das haben wir bei den Planungen vorab extra berücksichtigt“, so der Neustädter Kommandant. So sei der Brandschutz und auch die Bereitschaft für Verkehrsunfälle sichergestellt.

Bei der Dienstversammlung waren neben den rund 50 aktiven Neustädter Feuerwehrleute auch die Stadt Neustadt vertreten. Der zweite Bürgermeister Heinrich Maier, der Stadtrat und Feuerwehrreferent Franz Witt und der Geschäftsführer Peter Forster hatten aber nicht nur Statistenrollen. Bei der Dienstversammlung wurden auch noch die anstehenden Beförderungen vorgenommen.

Befördert zum Feuerwehrmann wurden Alexander Seidl und Nicolas Meier. Oberfeuerwehrmann wurden Sebastian Dippold, Stefanie Kargus, Maximilian Schwarz und Andreas Rupprecht. Hauptfeuerwehrmann der Neustädter Wehr sind ab jetzt Kerstin Bauer, Andreas Gollwitzer, Patrick Lang, Stefan Plößner und Max Witt. Löschmeister nennen dürfen sich Michael Bayer-Schmid, Dominik Lang und Sebastian Zapf. Oberlöschmeister ist Marco Spranger. Neuer Hauptlöschmeister der Neustädter ist Gerd Zischka, neuer Brandmeister Alexander Lang. Der stellvertretende Kommandant Marco Harrer ist jetzt Oberbrandmeister.

Neben den Beförderungen stellte die Wehr auch die Neuzugänge vor. Als aktive Feuerwehrleute kann die Wehr jetzt auf Stefan Kraus und Michael Gruner zurückgreifen. Kraus ist von Tännesberg nach Neustadt gezogen. Gruner ist Doppelmitglied in Wildenreuth und Neustadt. Tagsüber kann er von seiner Arbeitsstelle, dem Neustädter Landratsamt, bei Bedarf mit der Neustädter Wehr ausrücken. Neu in der Neustädter-Jugend sind Sofia Ziegler, Mario Huber, Christoph Kriechenbauer, Fabian Ott, Bastian Schönberger, Johannes und Sebastian Troppmann.

Sieben neue CSA-Träger für Neustadt

Es ist ein Anblick, den man fast nur aus Filmen kennt: Retter, von oben bis unten in einfarbige Ganzkörperkunststoffanzüge gekleidet. Im Landkreis verfügen sechs Feuerwehren über solche „Chemieschutzanzüge“, die bei Unfällen mit austretenden Stoffen zum Einsatz kommen. Die Feuerwehren Neustadt/WN und Windischeschenbach sind zwei dieser sechs und haben jetzt neue Spezialisten für den Einsatz mit diesen Anzügen ausgebildet.

Insgesamt zwölf Stunden dauerte der Lehrgang für die acht Teilnehmer. Das sehe für Außenstehende relativ kurz aus, gibt der Neustädter Ausbildungsleiter Marco Spranger direkt zu und erklärt sofort: „CSA-Träger kann allerdings nur werden, wer Atemschutzgeräteträger ist, und damit den Umgang mit Atemmaske und Luftflasche bereits erlernt hat. Wir vermitteln hier nur noch den Umgang mit den Anzügen.“

Benötigt werden diese Spezialanzüge bei Chemieunfällen oder Verkehrsunfällen mit Gefahrguttransportern – jedes Mal, wenn die Feuerwehrleute Gefahr laufen, mit Stoffen in Berührung zu kommen. Auch bei unbekannten Stoffen, Flüssigkeiten oder Gasen müssen die Anzüge vorsichtshalber angelegt werden. Sollte der Stoff bekannt sein, so kann es auch passieren, dass unterschiedliche Anzüge eingesetzt werden müssen. Die Feuerwehr unterscheidet hier in erster Linie zwischen „partikeldicht“ und „gasdicht“. Diese theoretischen Grundlagen waren ebenfalls Teil des Lehrgangs.

„Der Fokus der Ausbildung liegt aber ganz deutlich im praktischen Bereich“, erläutert Spranger. „Allein das Anlegen des Anzugs geht nicht ohne Hilfe, mindestens ein Mann muss dabei immer assistieren. Auch das Arbeiten mit drei Paar Handschuhen übereinander muss man einfach mal machen, das kann man nicht theoretisch lernen.“ Die Handschuhe tragen die Feuerwehrleute nicht nur zum Schutz. Die unterste Lage sind einfache Baumwollhandschuhe, um mit schwitzigen Händen nicht an der zweiten Lage, einem Gummihandschuh kleben zu bleiben. Der ist mit dem Anzug fest verbunden. Die äußersten Handschuhe sind robuste Gummihandschuhe für den „mechanischen Schutz“.

Zum Abschluss erhielten die Lehrgangsteilnehmer ein Zertifikat, überreicht von Kreisbrandinspektor Martin Weig und Kreisbrandmeister Thomas Weidner.