Technische Hilfeleistung
17.06.2019 um 09:29 Uhr
92660 Neustadt an der Waldnaab
#50/2019
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Technische Hilfeleistung
12.06.2019 um 17:17 Uhr
Germany
#49/2019
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Brandeinsatz
08.06.2019 um 10:54 Uhr
Germany
#48/2019
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Fronleichnam
20 Jun 2019;
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150-Jahre FF Windischeschenbach - "Bohrturm goes Rock"
22 Jun 2019;
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150-Jahre FF Pleystein - Festzug
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14 Jul 2019;
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Bürgerfest
20 Jul 2019;
09:45 - 23:59

Bürgermeister übernimmt Schirmherrschaft für 150-Jahr-Feier

Alarm im Neustädter Rathaus: Die Feuerwehr rückt an! Aber nicht, um einen Brand zu löschen. Eine Abordnung der Neustädter Feuerwehr, angeführt von ihrem Vorsitzenden Helmut Staratschek und dem Kommandanten Michael Spranger, wollte direkt ins Büro des Bürgermeisters. Ihr Grund: Das Stadtoberhaupt soll die Schirmherrschaft für das Feuerwehrfest im Juni übernehmen.

Zu sechst war die Führungsriege der Neustädter Wehr angerückt, ausgestattet mit einer Holzkiste voll Bier und einem Regenschirm. Beides Geschenke für den Neustädter Bürgermeister. „Doch eines fehlt uns noch, das ist doch klar, ein Schirmherr muss her, wie es schon immer bei großen Feuerwehrfesten war“, erklärte Vorstand Helmut Staratschek dem Neustädter Bürgermeister.

Komplett in Reimform baten Vorstand und Kommandant um die Schirmherrschaft: „Darum lieber Rupp, zier dich nicht lang, schlag ein, und übernehme dieses Ehrenamt!“, bat Spranger. Anschließend wurde der Schirm überreicht. „Nach guter alter Sitt und Brauch haben wir einen Schirm dabei. Wir hoffen, er wird nicht gebraucht“, erklärte Staratscheck dazu und Spranger vollendete den Reim: „Als Sonnenschutz kannst du diesen Schirm gerne verwenden, dafür tut er es auch!“

Nach der Ansprache konterte der Bürgermeister zur Erheiterung aller: „Mir fällt jetzt viel ein – nur kein Reim!“ Unter dem Lachen der Anwesenden nahm Rupert Troppmann dann die Schirmherrschaft danken an. Anschließend lud er die Feuerwehrleute noch auf einen kleinen Umtrunk im Amtszimmer ein.

​​​​​​​Die Feuerwehr Neustadt rüstet auf - einmal für die Kleinen, einmal für die Katastrophe

Jeder Feuerwehrmann braucht einen Schutzanzug. Bei der Feuerwehr Neustadt machen da selbst die Kleinste jetzt keine Ausnahme mehr. Seit Neustem gibt es in Neustadt auch Schutzanzüge für die Kinderfeuerwehr, die "Fire Kids". Bezahlt wurde alles von der Feuerwehr selbst, genauer gesagt dem Feuerwehrverein.

Insgesamt 20 rot-schwarze Kinderschutzanzüge wurden angeschafft. Auf der Rückseite steht allerdings nicht wie bei den Großen "Feuerwehr Neustadt", sondern es prangt darauf das Logo der "Fire Kids" - Grizu der Drache mit einer Feuerwehr-Neustadt-Fahne. "Die Anzüge sind dazu da, falls die Kinder einen spielerischen Ausbildungsnachmittag oder ähnliches haben, dass die Kleidung einfach nicht schmutzig wird", erklärt der Kommandant der Neustädter Wehr, Michael Spranger. "Außerdem wird das ein tolles Bild und die Kleinen fühlen gleich ein bisschen mehr Gemeinsamkeit und Feuerwehr", lächelt Spranger.

 

Neben den Kinderschutzanzügen hat die Feuerwehr aber auch neue Gerätschaften für den Ernstfall bekommen. Unter anderem ein Spezialwerkzeug zur Türöffnung, ein sogenanntes "Zieh-Fix". Was dieses Set im Einzelnen umfasst ist geheim. Mit ihm kann die Feuerwehr aber im Ernstfall schnell Wohnungen und Häuser öffnen. Privat ist der Besitz solcher Gerätschaften nicht erlaubt, die Feuerwehr darf es aber einsetzen.

Zudem erhält die Feuerwehr weitere Dekon-Materialien, also Einsatzmittel für die Dekontamination. Bei Kontakt mit Gefahrstoffen kann die Feuerwehr so sicherstellen, dass der einzelne Feuerwehrmann diese nicht mit dem Anzug oder den Geräten verschleppt. So werden radioaktive, chemische oder auch biologische Gefahrstoffe gehandhabt. Im großen Stil wurden solche Dekontaminationen zum Beispiel nach dem F16-Absturz bei Schlammersdorf durchgeführt.

Neu in der Neustädter Ausrüstung ist jetzt eine sogenannte Dekon-Wanne und Dekonfolien in den Farben rot, gelb und grün. Dabei funktionieren diese Folien wie eine Ampel. Der mit den Gefahrstoffen in Kontakt gekommene Feuerwehrmann betritt zunächst die rote Folie - den schmutzigen Bereich. Dann steigt er in die Wanne, in welcher er gereinigt wird. Anschließend betritt er den gelben Bereich - den Untersuchungsbereich. Wird hier noch eine Verschmutzung festgestellt, muss der Feuerwehrmann zurück in den roten Bereich, anschließend wieder in den gelben. Ist er endgültig sauber, darf er in den grünen Bereich und die Ausrüstung ablegen.

"Diese Folien wirken recht einfach, helfen aber sehr, in hektischen Einsatzlagen den Überblick zu behalten", erklärt Spranger weiter. Die große Wanne ist neu, bis jetzt hat die Feuerwehr Neustadt sich mit Plastikwannen beholfen, die allerdings auch nur für diesen Zweck eingesetzt wurden. Die neue faltbare Wanne ist aber deutlich größer und braucht durch die Faltbarkeit am Fahrzeug weniger Stauraum.

 

"Das alles macht unsere Dekon-Ausrüstung kompletter", freut sich Spranger. Bei der Übergabe der Geräte im Neustädter Feuerwehrhaus bedankte sich der Kommandant deswegen auch ausdrücklich bei Helmut Staratschek, dem Vorsitzenden des Neustädter Feuerwehrvereins.

Insgesamt 2.200 Euro haben die Anzüge, das Zieh-Fix und die Dekon-Materialien gekostet. Kein Cent ist dabei von der Stadt ausgegeben worden. Bürgermeister Ruppert Troppmann hatte daher beste Laune, als er bei der Übergabe dabei war.

Unterstützung von allen Seiten für die 150-Jahr-Feier

Die Neustädter Feuerwehr erfährt für ihr Jubiläumsfest im Juni allerlei Unterstützung aus allen Schichten der Neustädter Gesellschaft. Der stadtbekannte Künstler Michael Fröhlich, alteingesessenen Neustädterinnen und Neustädtern eher als "Lätus" ein Begriff, hat das Cover für die Festschrift entworfen - und das völlig kostenlos.

Großes Schaulaufen im Neustädter Feuerwehrhaus. Der Entwurf für das Titelbild der Festschrift zum 150-jährigen Jubiläum ist fertig und abgesegnet. Es zeigt Flammen vor blauem Grund, darüber prangt in großen, roten Ziffern "150". Einfach hatten es die Feuerwehrleute dem Künstler nicht gemacht. Ganz kunstuntypisch gab es von der Wehr einige Vorgaben für das Titelbild: Der Name der Stadt musste natürlich drauf, genauso wie der Bezug zur "Feuerwehr" und die "150" für die Anzahl der Jahre musste zur Geltung kommen. All das hat Lätus umgesetzt.

Begonnen habe er mit der Typografie, die Flammen sind freihändig gemalt. Der Schriftzug am unteren Ende der Flammen ist etwas Besonderes: per Hand gemalt und neu auf das Titelbild aufgesetzt. So soll laut Künstler ein 3D-Effekt entstehen. Auch der Druck der Festschrift bleibt in Neustädter Hand: Die Firma fotobuch.de aus dem Neustädter Gewerbegebiet übernimmt diesen. Und das mit einer großzügigen Geste, denn 500 Exemplare werden der Feuerwehr geschenkt.

Auch mit den weiteren Planungen ist die Feuerwehr weit vorangeschritten. Die Fotos für die Festschrift sind bereits geschossen, das Zelt ist bestellt und die Bands gebucht. Am Freitag (14.06.) spielt die Altenstädter Band HWO, Samstag (15.06.) kommen "Die Dorfer" – laut eigenen Angaben "Österreichs schärfste Showband". Bereits jetzt können für das ganze Wochenende Karten erworben werden. Entweder jeweils für jeden Abend einzeln oder ein Kombiticket für beide Abende zusammen.

150-Jahr-Feier - Ticketverkauf geht online

Wir werden 150 Jahre alt und das wird gefeiert! Um am Fest nicht lange anzustehen und an der Abendkasse extra zahlen zu müssen, haben wir einen Online-Ticketverkauf eingerichtet. Insgesamt gibt es dabei drei verschiedene Varianten auf nt-ticket.de.

Im Juni feiern wir Geburtstag. Neben einer Ausstellung im Rathaus natürlich auch drei Tage mit Party, Zelt und Festumzug. Für die Abendveranstaltungen gibt es bereits jetzt die Tickets zu kaufen.

 

Variante 1: Ein Ticket für Freitag, den Party-Auftakt mit HWO.

Variante 2: Ein Ticket für Samstag, den Abend mit "Die Dorfer - Österreichs schärfster Showband"

Variante 3: Ein vergünstiges Kombiticket für beide Abende.


Aktuelle Infos rund im die Neustädter Feuerwehr findet ihr auch immer auf facebook.

 

 

„Firemanager“ holt Sonderpreis für die Neustädter Feuerwehr

Freude bei der Freiwilligen Feuerwehr Neustadt an der Waldnaab: Die Feuerwehrleute erhalten beim jährlichen Ostbayerischen Feuerwehrpreis der Sparda-Bank Ostbayern einen Sonderpreis. Ausgezeichnet wurde die Wehr für ihre Idee des "Firemanager" - eine vollumfassende Verwaltungssoftware für Feuerwehren. Dafür gibt es 1.000 Euro Preisgeld. Mit dem Feuerwehrpreis werden Wehren ausgezeichnet, die sich durch besondere Ideen, Konzepte oder Maßnahmen außerordentlich um die Feuerwehr verdient gemacht haben.

Mit einem Handscanner, wie sie auch im Supermarkt eingesetzt werden, läuft Michael Bayer-Schmidt durch das hoch gekachelte Schlauchlager der Neustädter Feuerwehr. Er scannt die Strichcodes auf den Schläuchen, welche aufgewickelt in den raumhohen Regalen liegen. "So können wir einfach unseren Bestand pflegen, direkt und unmittelbar. Geht ein Schlauch kaputt, so können wir ihn sofort aus dem System nehmen. Laufende Inventur quasi, und das ohne Listen zu wälzen" erklärt er. Dazwischen piept der Scanner. Michael Bayer-Schmidt ist Feuerwehrmann in Neustadt und der Kopf hinter dem Projekt, das sie in Neustadt nur "Firemanager" nennen.

Die Neustädter Abordnung bei der Entgegennahme des Preises in Ergolding. V. l. n. r. 2. Kommandant Marco Harrer, Michael Bayer-Schmidt, 1. Kommandant Michael Spranger, Sebastian Dippold

Die Anforderungen an freiwillige Feuerwehren sind groß, nicht nur im Einsatz. Wartungen, Personalverwaltung, Unterrichte - all das muss dokumentiert, geplant und ausgewertet werden. Früher wurde das immer handschriftlich erledigt, viel Arbeit bei einer relativ großen Wehr wie der Neustädter Feuerwehr. "Das dauert lang und ist umständlich", erinnert sich Bayer-Schmidt. Deswegen habe man es in Neustadt mit Excel und Access probiert, aber auch das war keine zufriedenstellende Lösung für den Software-Entwickler. "Unflexibel, unübersichtlich und wenn bei einem Arbeitsdienst zehn Leute auf den Rechner zugreifen müssen, dann zieht sich das." Eine eigene, eine maßgeschneiderte, Lösung musste her - der Firemanager.

Gerätewartung, Unterrichte, Personalverwaltung, Bewegungsfahrten oder das sog. "Reparaturmanagement" (welches Gerät ist zurzeit wo in welchem Zustand), all das ist jetzt nicht mehr auf mehrere Papierordner verteilt, sondern auf einem Server gespeichert. Zuständige Feuerwehrleute können für ihren jeweiligen Bereich so von überall auf die Daten zugreifen. "Das ist schon eine große Erleichterung für uns", findet der Neustädter Kommandant Michael Spranger. "Viel passiert automatisch. Wann muss das Gerät zur Wartung? Der Firemanger schickt eine Erinnerung. Welches Auto muss zur Bewegungsfahrt? Die eingeteilte Besatzung erhält eine Woche vorher automatisch eine E-Mail."

Was so vor einigen Jahren als Idee für ein bisschen Arbeitserleichterung im Neustädter Feuerwehrhaus anfing, kann sich inzwischen sehen lassen: Rund 70 Feuerwehren in ganz Bayern nutzen bereits den Firemanager. "Wegen der vielen Anfragen konnten wir das nicht mehr als Privatpersonen betreiben. Außerdem wollten wir uns natürlich auch rechtlich absichern", erzählt Bayer-Schmidt. Es folgte die Firmengründung. Bei "firemanager.de" ist er Geschäftsführer und Chefentwickler. "Für ein Hobby ist das schon anstrengend", schmunzelt Bayer-Schmidt "da muss man schon mit Leib und Seele Feuerwehrmann sein, um das zu machen."

Obwohl hinter der Software inzwischen sechs Personen stecken, hat die Neustädter Wehr das Projekt beim Ostbayerischen Feuerwehrpreis eingereicht. Die Idee hierzu hatte Sebastian Dippold. "Natürlich steht jetzt eine Firma dahinter, aber die Idee kommt aus der Feuerwehr direkt", erklärt Dippold. "Dass so eine Idee verfolgt werden kann, dass Rahmenbedingungen geschaffen werden, wo man sich ausprobieren kann, und wo diese Idee dann umgesetzt und die Software eingesetzt werden kann - das war alles hier, in unserer Neustädter Feuerwehr. Das war vor der Entstehung der Firma firemanager.de und deswegen haben wir das der Jury vorgelegt. Zurecht, wie uns der Preis jetzt gezeigt hat."