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Es werde Licht

Das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden – das ist der Feuerwehr Neustadt jetzt gelungen. Für die 150-Jahr-Feier vom 14. bis zum 16. Juni stellte sich die Frage, wie der Festplatz hinter der Stadthalle komplett ausgeleuchtet werden könnte. Jetzt haben die Feuerwehrleute eine Lösung gefunden, die sie auch bei Unfällen und Bränden einsetzen können.

Der „Aldebaran 360 Grad FlexC 2.0“ ist das neuste Einsatzmittel der Neustädter Feuerwehr. Hinter dem Namen versteckt sich ein ganzes Beleuchtungssystem, im Fachdeutsch eine „Großflächenleuchte“. Bei Einsätzen, in welchen die Feuerwehrleute früher mit mehreren Fahrzeugen und mehreren Scheinwerfern arbeiten musste, reicht ihnen jetzt ihre neue Leuchte. Diese kann äußerst schnell mittels der Neustädter Drehleiter auf eine Höhe von bis zu 30 Metern gebracht werden.

Die neue Leuchte im Einsatz.

So weit oben schafft es das System riesige Flächen auszuleuchten. Möglich macht das eine Lichtstärke von 90.000 Lumen. Zum Vergleich: Moderne Autoscheinwerfer mit LED-Technik schaffen 3.000 Lumen. Die neue Leuchte ist also deutlich heller und mittels Drehleiter auch um einiges schneller aufgebaut als die bisherigen Einsatzmittel. Das Leuchtsystem besteht aus vier länglichen LED-Einheiten, die sternförmig von einem Stab bis in die Waagerechte abgeklappt werden können. Je weiter sie abgeklappt werden, umso enger wird der Radius. Gekostet hat die neue Leuchte rund 2.100 Euro.

„Solch ein effektives Beleuchtungssystem hat meines Wissens bei uns noch niemand“, analysiert der Neustädter Kommandant Michael Spranger. Mit der Anschaffung werden die Fahrzeuge auf gleichem Ausrüstungsniveau gehalten. Auf dem neusten Fahrzeug der Neustädter befindet sich bereits eine Großflächenleuchte, wenn auch mit weniger Leistung. Die neue Lampe kommt auf ein älteres Fahrzeug. „So können wir mit jedem unserer Autos optimal Hilfe leisten“, nickt Spranger. Eingesetzt werden kann die Leuchte bei allen Ereignissen, welche dies erforderten, egal ob Verkehrsunfall, Brand oder Bergung.

Er ist sehr hell.

Ein weiterer Vorteil des neuen Systems ist, dass die Lampe nicht heiß wird. „Das klingt im ersten Moment völlig nebensächlich“, erklärt Kommandant Spranger. „Aber wenn wir zu Großschadenslagen, wie Stürmen, Hochwasser- oder Schneekatastrophen ausrücken müssen, da haben wir Einsatz, an Einsatz, an Einsatz. Früher mussten die Lampen lange abkühlen, ehe wir da zur nächsten Einsatzstelle fahren konnten. Jetzt heißt es: ausmachen, einpacken, abrücken. Wir können so viel schneller arbeiten.“ Schnell arbeiten müsse man wohl auch auf der 150-Jahr-Feier, fügt Spranger an. Schließlich sei man deswegen erst auf die Idee dieser Anschaffung gekommen.