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Sieben neue CSA-Träger für Neustadt

Es ist ein Anblick, den man fast nur aus Filmen kennt: Retter, von oben bis unten in einfarbige Ganzkörperkunststoffanzüge gekleidet. Im Landkreis verfügen sechs Feuerwehren über solche „Chemieschutzanzüge“, die bei Unfällen mit austretenden Stoffen zum Einsatz kommen. Die Feuerwehren Neustadt/WN und Windischeschenbach sind zwei dieser sechs und haben jetzt neue Spezialisten für den Einsatz mit diesen Anzügen ausgebildet.

Insgesamt zwölf Stunden dauerte der Lehrgang für die acht Teilnehmer. Das sehe für Außenstehende relativ kurz aus, gibt der Neustädter Ausbildungsleiter Marco Spranger direkt zu und erklärt sofort: „CSA-Träger kann allerdings nur werden, wer Atemschutzgeräteträger ist, und damit den Umgang mit Atemmaske und Luftflasche bereits erlernt hat. Wir vermitteln hier nur noch den Umgang mit den Anzügen.“

Benötigt werden diese Spezialanzüge bei Chemieunfällen oder Verkehrsunfällen mit Gefahrguttransportern – jedes Mal, wenn die Feuerwehrleute Gefahr laufen, mit Stoffen in Berührung zu kommen. Auch bei unbekannten Stoffen, Flüssigkeiten oder Gasen müssen die Anzüge vorsichtshalber angelegt werden. Sollte der Stoff bekannt sein, so kann es auch passieren, dass unterschiedliche Anzüge eingesetzt werden müssen. Die Feuerwehr unterscheidet hier in erster Linie zwischen „partikeldicht“ und „gasdicht“. Diese theoretischen Grundlagen waren ebenfalls Teil des Lehrgangs.

„Der Fokus der Ausbildung liegt aber ganz deutlich im praktischen Bereich“, erläutert Spranger. „Allein das Anlegen des Anzugs geht nicht ohne Hilfe, mindestens ein Mann muss dabei immer assistieren. Auch das Arbeiten mit drei Paar Handschuhen übereinander muss man einfach mal machen, das kann man nicht theoretisch lernen.“ Die Handschuhe tragen die Feuerwehrleute nicht nur zum Schutz. Die unterste Lage sind einfache Baumwollhandschuhe, um mit schwitzigen Händen nicht an der zweiten Lage, einem Gummihandschuh kleben zu bleiben. Der ist mit dem Anzug fest verbunden. Die äußersten Handschuhe sind robuste Gummihandschuhe für den „mechanischen Schutz“.

Zum Abschluss erhielten die Lehrgangsteilnehmer ein Zertifikat, überreicht von Kreisbrandinspektor Martin Weig und Kreisbrandmeister Thomas Weidner.