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​​​​​​​Die Feuerwehr Neustadt rüstet auf - einmal für die Kleinen, einmal für die Katastrophe

Jeder Feuerwehrmann braucht einen Schutzanzug. Bei der Feuerwehr Neustadt machen da selbst die Kleinste jetzt keine Ausnahme mehr. Seit Neustem gibt es in Neustadt auch Schutzanzüge für die Kinderfeuerwehr, die "Fire Kids". Bezahlt wurde alles von der Feuerwehr selbst, genauer gesagt dem Feuerwehrverein.

Insgesamt 20 rot-schwarze Kinderschutzanzüge wurden angeschafft. Auf der Rückseite steht allerdings nicht wie bei den Großen "Feuerwehr Neustadt", sondern es prangt darauf das Logo der "Fire Kids" - Grizu der Drache mit einer Feuerwehr-Neustadt-Fahne. "Die Anzüge sind dazu da, falls die Kinder einen spielerischen Ausbildungsnachmittag oder ähnliches haben, dass die Kleidung einfach nicht schmutzig wird", erklärt der Kommandant der Neustädter Wehr, Michael Spranger. "Außerdem wird das ein tolles Bild und die Kleinen fühlen gleich ein bisschen mehr Gemeinsamkeit und Feuerwehr", lächelt Spranger.

 

Neben den Kinderschutzanzügen hat die Feuerwehr aber auch neue Gerätschaften für den Ernstfall bekommen. Unter anderem ein Spezialwerkzeug zur Türöffnung, ein sogenanntes "Zieh-Fix". Was dieses Set im Einzelnen umfasst ist geheim. Mit ihm kann die Feuerwehr aber im Ernstfall schnell Wohnungen und Häuser öffnen. Privat ist der Besitz solcher Gerätschaften nicht erlaubt, die Feuerwehr darf es aber einsetzen.

Zudem erhält die Feuerwehr weitere Dekon-Materialien, also Einsatzmittel für die Dekontamination. Bei Kontakt mit Gefahrstoffen kann die Feuerwehr so sicherstellen, dass der einzelne Feuerwehrmann diese nicht mit dem Anzug oder den Geräten verschleppt. So werden radioaktive, chemische oder auch biologische Gefahrstoffe gehandhabt. Im großen Stil wurden solche Dekontaminationen zum Beispiel nach dem F16-Absturz bei Schlammersdorf durchgeführt.

Neu in der Neustädter Ausrüstung ist jetzt eine sogenannte Dekon-Wanne und Dekonfolien in den Farben rot, gelb und grün. Dabei funktionieren diese Folien wie eine Ampel. Der mit den Gefahrstoffen in Kontakt gekommene Feuerwehrmann betritt zunächst die rote Folie - den schmutzigen Bereich. Dann steigt er in die Wanne, in welcher er gereinigt wird. Anschließend betritt er den gelben Bereich - den Untersuchungsbereich. Wird hier noch eine Verschmutzung festgestellt, muss der Feuerwehrmann zurück in den roten Bereich, anschließend wieder in den gelben. Ist er endgültig sauber, darf er in den grünen Bereich und die Ausrüstung ablegen.

"Diese Folien wirken recht einfach, helfen aber sehr, in hektischen Einsatzlagen den Überblick zu behalten", erklärt Spranger weiter. Die große Wanne ist neu, bis jetzt hat die Feuerwehr Neustadt sich mit Plastikwannen beholfen, die allerdings auch nur für diesen Zweck eingesetzt wurden. Die neue faltbare Wanne ist aber deutlich größer und braucht durch die Faltbarkeit am Fahrzeug weniger Stauraum.

 

"Das alles macht unsere Dekon-Ausrüstung kompletter", freut sich Spranger. Bei der Übergabe der Geräte im Neustädter Feuerwehrhaus bedankte sich der Kommandant deswegen auch ausdrücklich bei Helmut Staratschek, dem Vorsitzenden des Neustädter Feuerwehrvereins.

Insgesamt 2.200 Euro haben die Anzüge, das Zieh-Fix und die Dekon-Materialien gekostet. Kein Cent ist dabei von der Stadt ausgegeben worden. Bürgermeister Ruppert Troppmann hatte daher beste Laune, als er bei der Übergabe dabei war.